Bankschließfach, Depot beim Edelmetallhändler oder bankenunabhägige Lagerung?

Lagern Sie Edelmetalle sicher, diskret und anonym!

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Schließfachvergleich Deutschland, Schweiz und Liechtenstein

Sie sind auf der Suche nach einem Schließfach für Ihre Edelmetalle oder andere Wertgegenstände? Dann haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Lösungen im eigenen Land oder in Europa. Unser Vergleich stellt die unterschiedlichen Möglichkeiten mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen gegenüber.

Gibt es noch anonyme Schließfächer in Europa?

Wenn Sie in Gold, Silber oder andere Weißmetalle investiert haben oder eine Investition planen, werden Sie sehr bald feststellen, dass eine sichere Lagerung an einem geschützten Ort notwendig ist. Schließlich wollen Sie Ihr Vermögen in Krisenzeiten absichern oder Ihr Kapital erweitern. Gleichzeitig legen Sie Wert auf Anonymität und Eigentumswahrung. Die Unterbringung in den eigenen vier Wänden scheidet dabei meist aus.

Doch welche Alternativen gibt es? Sind Bankschließfächer tatsächlich sicher? Bieten sie Diskretion und Privatsphäre? Unter welchen Umständen empfiehlt sich eine Lagerung beim Edelmetallhändler? Und was sind die Vorteile von bankenunabhängigen Schließfächern in der Schweiz oder in Liechtenstein? Hier erhalten Sie Antworten auf diese und weitere Fragen.

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Schließfächer in Deutschland

Bankschließfach

Zwar gelten Bankschließfächer als besonders sicher, jedoch wird zur Eröffnung ein Konto beim anbietenden Geldinstitut benötigt. Dadurch sind die Kundendaten bekannt. Zudem führen Banken Kontenlisten, in denen auch Schließfachnummern eingetragen sind. Über das Kontenabrufverfahren dürfen Steuerbehörden auf diese Datenbank zugreifen. Anleger nennen sie daher auch Schließfachregister. Die Versicherung wird sehr unterschiedlich gehandhabt.

Tresor beim Edelmetallhändler

Viele Edelmetallhändler bieten ihren Kunden ebenfalls Schließfächer an, die sich im Geschäftsgebäude befinden und über hohe Sicherheitsstandards verfügen. Eine Versicherung ist häufig enthalten. Diese Depots sind zwar bankenabhängig, doch vielfach ist die Nutzung an einen Mindestumsatz gebunden. Zudem ist es oft nicht möglich, bereits vorhandene Edelmetalle gemeinsam mit den neu erworbenen Stücken zu lagern.

Private Lagerstätte

Ebenso haben sich private Unternehmen auf die Lagerung von Wertgegenständen spezialisiert. Sie operieren bankenunabhängig und sind keinen gesetzlichen Meldepflichten unterworfen. Untergebracht sind die Lagerstätten in überwachten Tresoranlagen mit hoher Sicherheitstechnik. Im Mietpreis ist üblicherweise eine Grundversicherung enthalten. Geworben wird mit Diskretion und anonymer Bezahlweise.

Die Möglichkeiten in der Schweiz

Bankschließfach

Ebenso wie in Deutschland benötigen Anleger zur Eröffnung eines Bankschließfachs in der Schweiz ein Konto beim jeweiligen Kreditinstitut. Nicht selten müssen dafür hohe Mindestbeträge auf dem Konto hinterlegt werden. Über den Automatischen Informationsaustausch (AIA) werden zudem die Kunden-Stammdaten erfasst. Doch anders als im EU-Land führen Schweizer Banken kein Schließfachregister, sodass ein höheres Maß an Diskretion erreicht wird. Eine Versicherung ist meist nicht möglich.

Schließfach beim Edelmetallhändler

Edelmetallhändler in der Schweiz oder in Liechtenstein bieten Kunden aus dem In- und Ausland ab einem definierten Umsatz bankenunabhängige Schließfacher in verschiedenen Größen an. Der Inhalt ist standardmäßig versichert. Ein Bankkonto wird zur Eröffnung nicht benötigt. Allein der Kunde hat Kenntnis des Schließfachinhalts. Und manche Händler bieten die Bezahlung der jährlichen Miete lediglich per Bankeinzug an. Ein vorheriger Kauf beim Händler kann Voraussetzung sein. Eine Erfassung des wirtschaftlich Berechtigten findet in der Regel statt.

Private, bankenunabhängige Lagerung in der Schweiz und Liechtenstein

Privat geführte und händlerunabhängige Lagerstätten in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein arbeiten vollständig außerhalb des Bankensystems oder staatlicher Überwachungen. Die Swiss Gold Safe AG bietet Ihnen händlerunabhängige Schließfächer, Tresore oder Lagerflächen in bedarfsgerechten Größen inklusive Versicherung. Dabei können Sie sich stets auf Diskretion und vollständige Wahrung Ihrer Eigentumsrechte verlassen. Geeignet sind sie für alle Edelmetalle, Schmuck, Kunstgegenstände, wichtige Dokumente, Datenträger, Bargeld und vieles mehr. Silber, Platin oder Palladium kann zudem mehrwertsteuerfrei im Zollfreilager untergebracht werden.

Schließfach in der Schweiz ohne Bankeinfluss und Händlerbindung
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Vergleichsübersicht: In der direkten Gegenüberstellung sehen Sie, welche Möglichkeiten Ihnen die unterschiedlichen Schließfachlösungen in Deutschland oder in einem Nicht-EU-Land bieten.

Wer wichtige Dokumente, Edelmetalle, Uhren oder Kunstgegenstände sicher verwahren möchte, für den kommen auch vollautomatische Schließanlagen infrage. Sie sind flexibel und meist 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr zugänglich. Allerdings scheinen solche Anlagen anfälliger für Diebstahl zu sein, wie mehrere Vorfälle in letzter Zeit zeigen.

In Schließfächern bei Banken, Edelmetallhändlern oder Lagerspezialisten sind oft hohe Werte untergebracht. Dabei gehört eine Versicherung nicht unbedingt zum Leistungsumfang des Anbieters oder die Versicherungssumme ist viel zu niedrig angesetzt. Hier kann eine spezielle Schließfachversicherung Abhilfe schaffen. Erfahren Sie, welche Gefahren versichert sind und was Ihnen der Schutz bringt.

Bankschließfächer versprechen eine sichere Möglichkeit, Wertgegenstände zu deponieren. Doch ebenso wie ein Heimtresor können sie erhebliche Sicherheitsmängel aufweisen. Dabei sind moderne Sicherheitsstandards heutzutage von mehreren Faktoren abhängig. Spezialisierte Lageranbieter können eine Alternative zum Bankschließfach sein.

Was passiert bei einem Bankkonkurs eigentlich mit Ihrem dort angemieteten Schließfach und dessen Inhalt? Wir analysieren, ob und wann ein Zugriff auf Ihren Schließfachinhalt durch Konkursverwalter möglich ist und skizzieren eine überlegene Alternative zum Bankschließfach, die im direkten Vergleich eine ganze Reihe von Vorzügen bietet.

Als Alternative zu Bankschließfächern bieten viele Edelmetallfachhändler ihren Kunden Schließfächer in ihren eigenen Tresorräumen an. Hier lassen sich die gekauften Barren oder Münzen verwahren. Ebenfalls entfällt das Transportrisiko. Doch im Vergleich gibt es auch einige Nachteile gegenüber händlerunabhängigen Schließfächern bei privaten Lagerunternehmen.

Bankkunden können Schließfächer zur Wertsicherung anmieten. Doch klassische Bankschließfächer unterliegen einer Meldepflicht. EU-Behörden können Kundendaten abrufen, in denen auch Schließfachnummern hinterlegt sind. Schließfächer bei Edelmetallhändlern und Privatanbietern sind von der Auskunftspflicht ausgenommen. Doch wo gibt es noch echte Bankenunabhängigkeit und Privatsphäre?